Amazon Firephone

Ich habe mir mal alle Infos dazu angeschaut, insbesondere Firefly, das Fazit an vielen Stellen: cool and creepy. Einerseits vermag hier Amazon bei der Erkennung von Objekten neue Akzente zu setzen, andererseits ist dieses Shopping-Portal von Amazon eine einzige Datenschleuder. Wer ansonsten nur ansatzweise Bedenken bei der Nutzung von Google aufzeigt, sollte hier zumindest bei den Details bereits eine Gänsehaut bekommen. Zum Vergleich Google Glass, welches von der Funktionalität gerne ein Firephone wäre, bei dem es aber nicht mehr als zu Brille plus Gimmick taugt. Firephone hingegen setzt Googles Ansatz gekonnt um und Amazon macht daraus auch keinen Hehl, denn schließlich möchte man Dinge verkaufen und diesen Käufer und sein Umfeld realistisch einschätzen.

Abseits von einigen Gimmicks, plus die Ausrichtung als Shopping-Meile, bleiben laut der Webseite ohne Vertrag knapp 650 USD über. Wirklich Amazon? Damit ich euch Tag für Tag Infos liefere über mich und meine Umgebung und dazu noch bei euch Einkaufe, soll ich diese Summe blechen? Klar …

Online Videotheken

I know, ein etwas antiquierter Begriff für die legalen Streaming-Portale a la Watchever, Maxdome und Amazon Instant Video. Ich bin von diesen recht angetan, ich benötige keine Blockbuster, da diese oftmals ähnlichen Gehalt haben wie Bestseller-Listen. Was mich per se tangiert, sind neuere und ältere Filme, respektive Serien.

Watchever gefiel mir hierbei eigentlich recht gut, der Mix passte mir. Nun aber gibts Gerede um Verluste, einen anstehenden Verkauf … sorry, dies ist mir alles zu fishy. Flux gekündigt und rüber zu Amazon, das Angebot ist auch gut und Amazon dahinter ist imho verlässlicher.

Der anstehende Start von Netflix juckt mich dabei weniger, da die Rechtesituation hierzulande kein Netflix a la USA zulässt. Abgesehen davon wird Amazon schlicht mithalten – Konkurrenz belebt das Geschäft. Who cares insofern? Den Rest besorge ich mir als Bluray, bei iTunes oder auch bei Google Play.

Blogblues

Allerorten liest man davon, der Blogblues geht um. G+ und Facebook geben sich die Ehre, the next generation verzichtet gar ganz darauf und macht wieder auf back to the roots, hin zu WhatsApp & Co.

Back to the roots? Klar in den Anfängen beschränkten wir uns auf Mailboxen, ob fehlender Mbits und ganz realer Baudraten, auf platz- und zeitsparende Kurzformen. Twitter zwang die partizipierende Menge zu 140 Zeichen, WhatsApp & Co wiederum erzogen zu noch kürzerer Kommunikationsformen mangels fehlender Bandbreiten, erschöpftem Kontingent und anderen Widrigkeiten. Der heimische Rechner hat ausgedient, viele kennen als Anbindung gar oftmals nur noch Tablett oder Smartphone. Kann man dies also als Umdenken bezeichnen oder schlichtweg fehlendem Interesse? Ich denke nicht, der Text wich zum Teil Bildern statischer und bewegter Natur, Audio nicht zu vergessen, etc. pp. Was ich sehe, ist insofern ein größeres Spektrum an medialen Darstellungsformen.

Zugegeben, die Technik ist nicht völlig unschuldig daran, wer partizipiert schon gerne aktiv mit Smartphone und halbintelligentem Mäuseklavier oder schmökert gar in einem gefühlt meterlangem Textsumpf? Dazu gesellt sich die gestiegene Frequenz der täglich einprasselnden Informationen. Filter arbeiten da meist nur noch recht monoton: die Überschrift und der Umfang der Bleiwüste wirken dabei äusserst selektiv. Und der Inhalt, tja der Inhalt, der bleibt auf der Strecke. Womöglich kann ein Teaser plus eine reisserische Überschrift zu einem Plus an Lektüre animieren, dann jedoch muss man den Leser packen können und zwar im ersten Drittel.

Dies alles ist kein Blues, ich bezeichne es schlichtweg als Passivität, als Faulheit, die ich mir auch zu eigen machte – dem technischen Fortschritt sei Dank. Ich gelobe keine Besserung, ich suche immer noch den passenden Weg für mich. Mir tut es ehrlich gesagt weh, wenn ich F!XMBR als Archiv verrotten sehe. Ich mochte Archive nie, ein Vollbluthistoriker mag dies anders sehen, aber für mich sind dies trostlose Orte, Bunker mit in Vergessenheit geratenden Informationen. Viel aufregender empfinde ich da die Feldarbeit und ähnlich verhält es sich dabei auch mit einem digitalen Archiv. Bewahren ist gut und wichtig, die Aktivität jedoch erst gibt diesen Archiven den nötigen Inhalt.

G+ & Co. sind insgesamt gesehen nett, aber ich habe nur wenig Einfluss darauf wie gefiltert wird, wie man mit meinen Inhalten zukünftig umgeht, ich gebe mich als einer Wegwerfkultur hin. Ist aber alles was ich wiedergebe wichtig, erhaltenswert? In meinen Augen oftmals nicht immer, andererseits wo wäre die Kulturgeschichte heute ohne die Kleinode diverser Hinterlassenschaften, seien es nur Hinterlassenschaften ägyptischer Händler, der Brief eines Studenten in Italien an seine Mutter, als die erste große Pestwelle durch Europa zog oder auch die Heimatpost eines Soldaten an der Front im ersten Weltkrieg, als dieser nicht von Feinden sprach, von großen Taten und eroberten Planquadraten, sondern seiner Liebsten schöne Worte widmete, seine Hoffnungen und Ängste niederschrieb und nach Banalitäten fragte.

Insofern ist so eine eigene, aktiv geführte Publikation, doch auch eine Art Kleinod, für mich, vielleicht auch für den einen oder anderen. Es ist keine Massenware, die von der einen oder anderen Plattform aus zensurtechnischen Gründen mir entrissen und entfremdet wird oder gar in naher Zukunft aus firmenpolitischen Gründen, dem digitalen Nirwana überantwortet wird.

Ich seile mich nicht von diesen Plattformen ab, von zwanzig Katzenbildern schaue ich mir gewiss mindestens zehn an, aber ich trenne auch gerne die Spreu vom Weizen – manchmal, der Versuch allein ist es schon wert. Die eigene Plattform hat da immer noch einen besonderen Reiz, eine Art digitale Romantik. Klar, dies ist so manchem menschlichen Automaten im Netz zuwider, da zählt der stete Informationsfluss ohne Schnörkel und Finesse, dieses Extrakt mundgerecht für die Aufnahme zwischendurch. Aber mal ehrlich, ein klein wenig mehr an Kultur, von der wir doch allenthalben reden, können wir doch auch wirken und nicht nur in Form eines Kulturbeutels in den Gefilden des digitalen Nomadentums ;-)

In diesem Sinne, keep blogging

Truecrypt …

Truecrypt wird unter Umständen nicht mehr weiter entwickelt, oder die Seite wurde gehackt, oder die NSA hat alles auf Eis gelegt, oder …
Ich habe keine Ahnung welche Verschwörungstheorie im Moment greift. Alles ist möglich, vieles aber auch Unsinn.

Anderswo schrieb ich bereits etwas hierzu, in einem ähnlichen Kontext:

Wenn es wirklich wichtige Informationen sind, sprich Infos von großem Interesse, kann ich auf gut Deutsch jemandem solange eine “aufs Maul” hauen, bis er mir die nötige Information gibt. Andererseits spricht auf “normaler” Ebene nichts dagegen einen möglichst hohen Aufwand zu betreiben, um meine Daten vor den Augen anderer zu schützen. Mehr ist es nicht und irgendwie gerät alles irgendwie “sinnlos”, wenn man es nur lange genug durchdenkt. Man befindet sich dann je nach Kontext jedoch dann auch bereits in völlig absurden Gefilden.

Who cares insofern about Truecrypt? Die Multiuser? Also jene “drei” Freaks mit Windows, Mac OS X und Linux? Der ganz normale Otto beginnt erst einmal mit anständigen Passwörtern und ein paar grundsätzlichen Gedanken darüber, was er denn da überhaupt schützen möchte und wie er dies angehen möchte. Datenhygiene ist hierbei ein wichtiger Punkt, jedoch ist diese weder die ultimative Lösung, noch die grundsätzliche Verneinung von Fortschritt, wie es einige recht naive Zeitgenossen eifrig postulieren.

Sicherheit bedeutet Aufwand, Hürden für die Gegenseite und Zeit, die man selbst investieren muss. Sicherheit bedeutet auch Aufmerksamkeit, Hinterfragen der genutzten Mechanismen und auch ein Konzept welches ein Backup mit einschließt. Sicherheit und Backups sind kein Widerspruch, aber ohne Konzept gibt man sich schnell dem Datenverlust hin oder auch dem Verlust des eifrig aufgebauten Schutzes.

Sicherheit ist ein Konzept, ein Weg, den man beschreitet. Dazu benötigt man Wissen und Werkzeuge, die eierlegende Wollmilchsau ist nicht existent.

Braucht dies der normale Otto @home? Diese Frage kann man nur jeder für sich selbst beantworten …

50 Jahre Basic und ein paar Erinnerungen

50 Jahre ist Basic nun alt, viele begannen damit, ich beispielsweise auf einem ZX81 Anfang der 1980er Jahre, wenige kennen es heute noch.

In 1964, John G. Kemeny and Thomas E. Kurtz designed the original BASIC language at Dartmouth College in New Hampshire. They wanted to enable students in fields other than science and mathematics to use computers.

Wikipedia

The WOZ steuert auch ein paar Erinnerungen dazu bei in diesem Artikel: How Steve Wozniak Wrote BASIC for the Original Apple From Scratch. Viel Spaß beim Schmökern :-)

Atom Editor

Ich habe zwar Vim und manchmal auch Emacs für diesen Zweck, aber Atom schaut recht vielversprechend aus. Insbesondere die leicht anpassbaren Quellen, auf Basis bekannter Webtechnologien.

Bildschirmfoto 2014-05-07 um 23.02.18

Obiger Screenshot stammt von Atom unter Mavericks.

via got tty

bald(TM)

baldTM

Ich denke dies schaffen wir wieder, ein paar Wochen Wärme und dann wieder 75% crap bezüglich dem Wetter :-)

Btw. sind die Bilder nicht explizit mit Quelle versehen, dann sind diese von mir. Ich hoffe natürlich, das ich nichts vergesse (falls doch, Mail findet man hier bei den Infos) und kommerziellen Kram nutze ich auf dieser privaten Seite ohnehin nicht.

dieses und jenes

Hat sich was mit der wärmeren Jahreszeit. Egal, es gibt ja daneben auch noch dieses Netz und in diesem wird auch wieder die Sau durchs Dorf getrieben. Google Plus ist diese bekannte Geisterstadt, in welcher es eben leider oder je nach Gusto auch zum Glück, nicht derart zugeht wie bei Facebook.

Es hat mal ehrlich gesagt den Stallgeruch alter Streitigkeiten a la Geha Vs Pelikan oder auch Amiga Vs Atari — nein, sorry, der Amiga war tatsächlich besser ;-)

Wie dem auch sei, ich kann diesem mi mi mi nichts abgewinnen, ich nutze so ziemlich jeden Dienst, welcher mir einen Nutzen bringt. Und die perönlichen Daten meinerseits verwalte ich höchstselbst, viel Vertrauen bringe ich den social clubs ohnehin nicht entgegen, insofern setzt der Filter sinnigerweise bereits vor dem Absenden an. Logisch, oder …?

In diesem Sinne …

social media

Nein, kein Rant, mehr eine Bestandsaufnahme. Ich nutze so ziemlich alles, was irgendwie gefällt. Von Twitter, über Facebook, hin zu Google Plus und auch ein wenig Instagram, bzw. auch die Alternative Eyeem. Dazu gesellen sich dann noch Dienste wie Spotify, Flickr etc., die ihrerseits wiederum eine Art Netzwerk aufbauen. Um das Geplänkel in puncto Sicherheit kümmere ich mich gar nicht mehr, es ist mir ehrlich gesagt schnuppe was andere dort tun und lassen und was ich dort tue, ist mir durchaus bewusst.

Was mich mehr interessiert, respektive amüsiert, sind die diversen Gründe warum mir jemand nicht mehr folgt. Ich war in früheren Jahren durchaus aktiver unterwegs, poste heute auf Twitter weniger, auf Facebook manchmal etwas mehr und auf Google Plus sogar etwas regelmäßig. Wenn mich dann jedoch jemand entfolgt, weil ich zuviel poste oder weil mein Musikgeschmack beispielsweise auf Spotify zu breit gefächert ist, dann erstaunt dies schon. Es ist für sich genommen schon interessant, warum mir dies jemand mitteilen muss, aber who cares.

Ich meinerseits liebe Artikel Spam, der mir unterm Strich genügend Infos bietet, ich pack dies nur noch in Schüben und das auch nicht immer ;-)